Auf meinem Schirm

 In Motivation

Mach mich glücklich! Vom Abtragen fossiler Schichten

Ich bin keine Sammlerin. Aber ich trenne mich schwer von Dingen. Beispielweise von der Halskette, die ich höchstens 3- oder 4-mal getragen habe, weil sie mir nicht wirklich gefällt. Aber: War ein Geschenk! Oder von dem wichtigen Fachbuch, das ich so öde fand zu lesen. Aber: Gehört doch zur Professionalität! Oder von den Montage- und Bedienungsanleitungen diverser Haushaltsgegenstände (Schlafsofa, Drucker, Schnellkochtopf, etc.), die ich natürlich schon lange spielend benutze oder wo ich im Falle des Nichtfunktionierens sowieso einen Fachmenschen brauche. Aber: Die könnte ich – vielleicht/irgendwann/doch nochmals – brauchen!

Lauter Dinge, die dafür sorgen, dass meine Schränke, mein Schreibtisch, meine Ordner überquellen und ich den Überblick verliere und wichtige Dinge nicht mehr finde, vergesse und verpatze.

Kürzlich hat mir eine liebe Kollegin ihren Fundus an Aufräum-Fragen* geschenkt. Folgen meiner ersten Antwort-Aktion: 1. In meiner entrümpelten Schmuckschatulle entdecke ich einige Lieblinge, die ich schon verloren geglaubt hatte.  2. Mein Schreibtisch beherbergt nur noch die Gegenstände, die ich unmittelbar für die Bearbeitung von Unterlagen benötige, also Rechner, Schreibgeräte- und Notizzettel-Box. Sonst nichts!

Ich stelle, mal wieder, fest: Das Abtragen fossiler Schichten setzt viel Energie für Neues frei. Dazu braucht es nicht unbedingt einen Coach, denn Aufräumen kann schließlich jeder – eigentlich. Hilfreich ist aber schon, den richtigen Stupser zur richtigen Zeit zu bekommen. Oder sich zu holen, etwa, wenn es gar nicht gelingt oder man immer wieder vor sich herschiebt. Dann hilft ein Coaching dabei, eigene, belastende, Muster zu verstehen und neue, befreiende, Verhaltensweisen zu probieren.

Und: Ich muss nicht alles Alte entsorgen. Dinge, die mich glücklich machen, dürfen bleiben. Vorerst.

 

* Danke, Beate! www.beate-beckmann.de

 


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